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"Elchtage" von Malin Klingenberg (Johanna)

Bewertung: ⭐⭐⭐⭐

Kurzmeinung: Ein nettes Kinderbuch mit vielen Wald- und Elchszenen

 

Schönes Buch für Naturkinder

Bei der Verlosung zu diesem Buch konnte ich einfach nicht widerstehen - Elche, Schweden, Wald, Freundschaft und eine Hauptfigur namens Johanna ;-). Das alles kam auf jeden Fall zum Zuge, außerdem wurden Erwachsenwerden und die erste Liebe angesprochen. 

Ein Sommer, der alles verändert - ins Gute oder ins Schlechte? Als Johanna in die Mittelstufe kommt, will ihre bis dahin beste Freundin Sandra nichts mehr mit ihr zu tun haben. Stattdessen schließt sich sich den "coolen" Mädchen an. Für Johanna ist das nicht einfach, wer soll jetzt mit ihr in der Hütte im Wald übernachten, in der Hängematte lesen, Anschleichen üben oder Spuren verfolgen? In ihrem Frust schließt sie Freundschaft mit "Wildstern", einem wilden Elch. Doch schon bald sind die zutraulichen Tiere in Gefahr...

 

Die Geschichte selber ist total süß und später etwas spannend. Zudem werden wichtige Themen und Probleme angesprochen, in den sich die Zielgruppe (Mädchen ca. 11-13 Jahre)  wiederfinden kann. Dass sich beste Freundinnen plötzlich ganz anders verhalten, könnte der ein oder anderen bekannt vorkommen. Der Schreibstil ist mir sofort sehr positiv aufgefallen, durch ihn lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen. Die Autorin hat einen schönen, grünen, schwedischen Wald mit einer Holzhütte in meinen Kopf gezaubert, in den ich am liebsten selbst abgetaucht wäre. Immerhin ermöglicht sie es mir, gedanklich gemeinsam mit Johanna zwischen Bäumen entlangzuschleichen. Johanna selber ist ein starkes, selbstbewusstes Mädchen, das sich durch nichts davon abbringen lässt, das zu tun, was sie liebt. Sie ist ein echtes Elchmädchen, wie der Junge Six so schön sagt, weswegen ich den schwedischen Originaltitel "Älgflickan" - Elchmädchen -  lieber mag (wer weiß, vielleicht lese ich das Buch auch mal auf Schwedisch, ich kann die Sprache nämlich ein bisschen. Da sind Kinderbücher immer gut geeignet :-)). Leider war Johanna mir die meiste Zeit nicht richtig sympathisch, ihre Handlungen und Gedanken sind manchmal etwas widersprüchlich: Sie empfindet es als Tierquälerei, auf Elchen zu reiten, aber es ist gleichzeitig ihr großer Traum. Dazu meint sie, dass sie es besser machen würde, sodass es den Elch nicht stört. An diesen Stellen wirkt sie etwas überheblich, finde ich. Trotzdem kann sie jungen Mädchen ein Vorbild sein und sie dazu inspirieren, mal wieder in den Wald zu gehen. 

 

Wie hat euch das Buch gefallen? (Ich weiß, es erscheint erst am 19. Februar, aber da man es ja doch auf einigen Seiten als Leseexemplar bekommen konnte, habt ihr es vielleicht schon gelesen)

 

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